Schmutzige Hände: Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren Jürgen Roth

ISBN: 9783894800536

Published: November 28th 2000

Taschenbuch

416 pages


Description

Schmutzige Hände: Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren  by  Jürgen Roth

Schmutzige Hände: Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren by Jürgen Roth
November 28th 2000 | Taschenbuch | PDF, EPUB, FB2, DjVu, audiobook, mp3, ZIP | 416 pages | ISBN: 9783894800536 | 6.11 Mb

Eigentlich muesste man Zyniker werden oder auf eine Suedseeinsel emigrieren, wenn man erkennt, wie die Oeffentlichkeit heute getaeuscht wird, wenn es um das sogenannte Organisierte Verbrechen geht—das ist Juergen Roths gleichermassen deprimierendeMoreEigentlich muesste man Zyniker werden oder auf eine Suedseeinsel emigrieren, wenn man erkennt, wie die Oeffentlichkeit heute getaeuscht wird, wenn es um das sogenannte Organisierte Verbrechen geht—das ist Juergen Roths gleichermassen deprimierende wie anklagende Erfahrung.

Denn wer sich, wie ich, seit ueber zwei Jahrzehnten mit den Kriminellen dieser Welt auf allen Ebenen beschaeftigt, wer staendig vor der Gefahr der Infiltrierung der demokratischen Gesellschaft durch mafiose Syndikate gewarnt hat, der muss blind sein, wenn er nicht endlich erkennt, dass das ganze Gerede vom Kampf gegen das Organisierte Verbrechen eine grandiose Inszenierung ist, eine Art Volksverdummung.Jede Regierung auf diesem Globus verspricht inzwischen, das Organisierte Verbrechen zu bekaempfen.

Aber irgendetwas kann da nicht stimmen. Wahrscheinlich sind riesige Waelder abgeholzt worden fuer das Papier, auf dem ueber die Gefahren der kriminellen Syndikate geschrieben wurde, aber die mafiosen Syndikate und Paten werden nicht geringer, sondern staerker und einflussreicher. Das muss einen Grund haben. Allein das ist die interessante Frage fuer einen Autor, der sich mit der Mafia heute beschaeftigt.Was mir im Laufe der Jahre aufgefallen ist und was so zornig macht? Dieselben, Politiker, die vehement fuer den Kampf gegen die Mafia einen Medienrummel inszenieren, baendeln selbst mit Drogenclans oder Mafiabossen an.

Und genau hier liegt das Problem: Es ist naemlich einfach zu sagen, da sind die boesen Kriminellen, und alle anderen sind Heilige. Es sind ja gerade die demokratisch verfassten Staaten mit einem funktionierenden Rechtssystem die mit spitzen Fingern auf jene autokratisch regierten Staaten zeigen, in denen Korruption und Kriminalitaet wuchern, Teil des staatlichen politischen Systems sind. Wenn man aber erfaehrt, dass dieselben demokratischen Staaten, die zum Kampf gegen das Verbrechen aufrufen, nicht weniger korrupt und weniger kriminell verfilzt sind als eine amerikanische Bananenrepublik, wird die Doppelmoral deutlich.

Und gerade sie ist ein Grund, warum die mafiosen Syndikate weiter wuchern koennen.Warum werden Drogenkartelle und kriminelle Syndikate weltweit zur politischen Manoevriermasse westlicher demokratischer Regierungen? Wie verhaengnisvoll ist die Rolle von Nachrichtendiensten. Gibt es ueberhaupt keine ethisch verantwortungsvollen politischen Entscheidungstraeger?

Das sind einige Fragen, die mich heute interessieren. Denn die Macht der Bosse erwaechst nicht allein aus ihrer kriminellen Energie. Es sind vielmehr ihre Verbindungen in die Spitzen der demokratischen Staaten hinein, ihre Funktionalisierung fuer die Durchsetzung geopolitischer Machtinteressen. Und dementsprechend ernuechternd ist das Fazit: Man will das Organisierte Verbrechen gar nicht bekaempfen. Im Gegenteil—ein entschlossenes Durchgreifen wird verhindert.

Um dies zu verschleiern, wird der Oeffentlichkeit ein Schauspiel geboten, bei dem jeder Politiker sich in seinen Versprechen uebertrifft, wie er gegen das Organisierte Verbrechen vorgehen will.Verbrecher mit Parteibuch und Diplomatenpass verdienen Milliarden und bedrohen die Demokratie. Juergen Roth enthuellt die Verflechtungen von international organisierter Kriminalitaet und hoechsten Regierungsstellen in den westlichen Demokratien.Weltweit erwirtschaftet das Organisierte Verbrechen jaehrlich eine Billion Dollar.

Tendenz steigend. Diese gigantische Wirtschaftsmacht aus Drogen, Verbrechen und Blut hat maechtige Helfer dort, wo sie am wenigsten zu vermuten sind: in den Zentren der politischen Macht auch demokratischer Gemeinwesen und in den Zentralen grosser Konzerne. Dass diese Erkenntnisse keine Auswuechse von Verfolgungswahn sind, haben jahrelange Recherchen von Juergen Roth ueberzeugend bewiesen.Roth zitiert aus einem streng vertraulichen Dokument der belgischen Polizei, das an Deutlichkeit nichts zu wuenschen uebrig laesst: Wir werden zu dem Schluss kommen, dass seit mindestens zwanzig Jahren wirtschaftliche Macht, darunter mafiosen Charakters, verbunden mit politischen Kraeften und kriminellen Organisationen das vierte Stadium der Geldwaesche erreicht hat, d.h.

die absolute Macht. Rund um den Globus verfolgt Roth die Spuren dieses globalen Machtkartells.Das Ausmass der Bedrohung ist keine Angelegenheit von Polizei, Geheimdienst oder Spezialeinheiten. Jeder Buerger ist betroffen. Denn die Feldzuege und Kriege gegen die Imperien des Teufels, die von allen Staaten und auf hoechster politischer Ebene propagiert werden, richten sich gegen die Grundfesten demokratischer Staaten.

Sei es der Grosse Lauschangriff oder die Legalisierung verdachtsunabhaengiger Kontrollen durch Polizei und Bundesgrenzschutz, unter dem Banner des Kampfes gegen das Organisierte Verbrechen werden Jahr fuer Jahr buergerliche Rechte abgebaut. Und die ehrenwerte Gesellschaft macht sich weiter in der ehrbaren Gesellschaft breit. Wie anders liesse sich erklaeren, dass aller Gipfeltreffen, Konferenzen und weltweiter Strafverfolgung zum Trotz die Zahl der Drogenabhaengigen weltweit zwischen 1987 und 1998 von ca.

50 Millionen auf etwa 190 Millionen gestiegen ist?Die bedrohliche Macht der kriminellen Organisationen gruendet sich, so Roth, nicht allein auf ihre Skrupellosigkeit- es sind ihre engen Verbindungen zu den Spitzen der demokratischen Staaten. Ein explosives Netzwerk, das die Grenzen gesellschaftlicher Ordnung beruehrt , wie die Worte eines BKA-Beamten verdeutlichen: Eigentlich koennten wir unseren Job aufgeben, denn wenn wir bei den oberen Etagen anklopfen, haut man uns auf die Finger.



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